Consensus-Workshop-Methode

Die Consensus-Workshop-Methode wurde im Rahmen der Technology of Participation (ToP®) entwickelt. Ziel ist es, aus einer Vielzahl von Ideen und Meinungen einen tragfähigen Konsens zu entwickeln. Anders als Brainstorming endet die Methode nicht beim Ideensammeln, sondern führt durch Clustern, Priorisieren und gemeinsame Interpretation zu klaren, geteilten Ergebnissen. Diese Methode eignet sich besonders, wenn eine Gruppe gemeinsame Ziele, Werte oder nächste Schritte entwickeln möchte. Sie fördert Zuhören, Kooperation, Entscheidungsfindung und stärkt das Vertrauen in die Gruppe.

Loslegen

Konsens ist nicht, wenn alle gleich denken, sondern wenn alle sich im Ergebnis wiederfinden können.

Nimm dir kurz Zeit für folgende Fragen:

  1. Wann habe ich erlebt, dass eine Gruppe wirklich gemeinsam entschieden hat – nicht durch Abstimmung, sondern durch Diskussion?
  2. Was ist für mich ein „guter Konsens“?
  3. Welche Schwierigkeiten treten bei Gruppenentscheidungen oft auf?

Gemeinsam mit deinem Buddy:

  • Überlegt gemeinsam: Welches Thema bräuchte bei uns eine klare gemeinsame Entscheidung?

Neues entdecken

Die Consensus-Workshop-Methode entstand in den 1960er Jahren im Kontext von Gemeindeentwicklung (Institute of Cultural Affairs, ICA). Sie gehört zur Familie der Technology of Participation (ToP®)-Methoden.

Prinzipien

  1. Partizipation aller – jede Stimme zählt.
  2. Strukturierter Prozess – führt von Vielfalt zur Klarheit.
  3. Visualisierung – alle Ideen sind sichtbar und gleichwertig.
  4. Dialogorientierung – keine Dominanz einzelner, sondern gemeinsame Bedeutung.
  5. Gemeinsame Verantwortung – Ergebnisse gehören allen.

Ablauf in Phasen

  1. Kontext & Frage klären – klare Leitfrage formulieren.
  2. Ideen sammeln – still oder in Kleingruppen, auf Karten.
  3. Teilen & sichtbar machen – Karten im Plenum vorlesen, an Pinnwand heften.
  4. Clustern – ähnliche Ideen zusammenfassen, Themenbereiche bilden.
  5. Überschriften finden – jede Gruppe/Cluster erhält eine gemeinsame „Essenz“.
  6. Konsens bestätigen – Gruppe überprüft, ob sie die Ergebnisse mittragen kann.

Eintauchen 1

Pädagogische Bedeutung

  • Trainiert Demokratiekompetenzen: Zuhören, Perspektiven einbeziehen, konstruktive Entscheidungen treffen.
  • Zeigt, dass Vielfalt von Ideen nicht Chaos bedeuten muss, sondern zu mehr Klarheit führen kann.
  • Macht sichtbar: Konsens ≠ Einstimmigkeit, sondern ein Ergebnis, das alle mittragen können.
Mehr dazu findest du hier:

 Consensus-Workshop-Methode (ToP®)

 

 

 

Ausprobieren 1

Führe einen kleinen Consensus-Workshop (90 Minuten) mit deiner Gruppe durch:

  1. Leitfrage formulieren (z. B. „Was ist uns für das Klassenklima am wichtigsten?“).
  2. Alle schreiben still 3–5 Ideen auf Karten.
  3. Karten werden gesammelt, vorgelesen und an die Wand geheftet.
  4. Gruppe clustert ähnliche Karten.
  5. Jede Gruppe erhält einen Titel/Satz, der die Essenz beschreibt.
  6. Ergebnisse werden überprüft und gemeinsam bestätigt.

 

Hier kommt die ausführliche Checkliste für die Consensus-Workshop-Methode (ToP®), so dass du sie als praktisches Moderations- und Planungstool sofort einsetzen kannst.

 

CHECKLISTE

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  • Wie war es, meine Ideen gleichwertig sichtbar zu sehen?
  • Was hat geholfen, dass wir zu einem Konsens kamen?
  • Welche Unterschiede gibt es zwischen Abstimmung und Konsens?
  • Wie können wir diese Methode in Zukunft öfter einsetzen?